16.08.2015

Akela - Sascha und die Bundessiegerprüfung im Tunierhundsport 2015







Wer hätte gedacht, das dieser kleine Hund mal eine so erfolgreiche Hündin im THS wird.
Natürlich Ich !

BR> Akela und Sascha waren diesmal bei der BSP dabei.

Um dahin zu kommen, muss dieses Team vorher erfolgreich an vielen anderen Turnieren teil genommen haben. Schon das erfüllt mich mit stolz. Akela tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter Loba und ihrer Tante Rica, die ich noch heute vermisse.

Aus ganz Deutschland kommen nur die besten Hundesportler zu diesem Ereignis. Es gibt Altersklassen (Hundeführer) und eine Geschlechtereinteilung (Mensch), Fehlerpunkte fürs abwerfen einer Stange oder nicht perfektes Fußgehen und es noch freudig aussehen.
Jedes Team kann nur so gut sein, wie der schwächste im Team.

Diese Wochenendveranstaltung begann für Sascha und Akela mit dem sportlichen Teil. Das hört sich einfacher an als es ist. Es gibt eine Strecke Hürden, den Slalom und die Hindernisbahn. Alle Abteilungen werden gleichzeitig genutzt, auf einem Platz. Der Hund muss also hoch im Gehorsam stehen. Zu anderen Mitstreitern zu rennen, ist streng verboten.



Hund und Mensch müssen parallel über die Hürden laufen. Keine Stange darf fallen. Am Ende wird die Zeit gestoppt.




Danach folgt die Sektion Slalom

Diese Strecke muss zwei mal gelaufen werden. Die sportlichen Anforderungen werden immer in einer Gruppe von ca. 10 Hundeführern absolviert. Man hat also nur eine kurze Zeit um Luft zu holen. Gute Läufer brauchen für einmal Slalom unter 20 Sekunden.




Wie man sieht, klebt Akela förmlich am Bein vom Sascha



Es sieht zwar wunderschön aus, wenn ein Hund sooo nahe läuft, macht die Sache aber nicht einfacher. Die Gefahr das es zum Sturz kommt, darf man nicht unterschätzen. Wenn die Bögen nicht fließend gelaufen werden können, bedeutet das Zeitverlust.


Danach folgt die Hindernissbahn.
Sie ist bei allen Hunde beliebt. Dort dürfen sie ihr Tempo laufen.
Triebstarke Hunde gehen dabei richtig ab. Es ist eine Freude ihnen zu zusehen.










Das "freie" Laufen birgt die Gefahr, das die kleinen Raketen auch schon mal an den Geräten vorbei düsen. Das wiederum wird teuer. Jedes Auslassen der Geräte bedeuten 4 Fehlerpunkte. Wenn man dann bedenkt, das jeder Fehlerpunkt soviel Wert hat, wie eine Laufsekunde, ist das schon ärgerlich. Bei so hochgeführten Turnieren bedeutet das in der Regel, das man keine Chance mehr hat um auf einen vorderen Platz zu landen.





Akela bereitet sich auf den Hoch-weit Sprung vor. ohne genügend Schwung geht da gar nix und Sascha will sie auf keinen Fall vorbei lassen. Das lässt das Schäferherz nicht zu. Das kann Sascha noch mal probieren wenn Akela uralt ist.




Dann geht es noch mal eben zur letzten Hürde




Das ist dann immer der Punkt, bei dem der Hundeführer aus alles Löchern schnauft und der Hund strahlt und einfach nur Spaß hatte.






Für diesen Tag hatten die beiden alles fehlerfrei gemeistert. Sascha ist ein wahnsinnig schneller Läufer und da alles fehlerfrei gelaufen war, befanden sich die beiden in der Zwischenwertung weit oben. Das gab ein gutes Gefühl für den nächsten Tag. Die Unterordnung stand noch aus.


Sascha war extrem angespannt. Ich kann das gut nachvollziehen. In meiner aktiven Zeit fühlte ich mich genauso wie er. Man geht im Kopf noch einmal alles durch und versucht die Nervosität unter Kontrolle zu bringen. Jeder fehlerhafte Winkel, Kehrtwendungen oder ein leichtes abdriften vom Hund zum Hundeführer wird mit Fehlerpunkten belegt. Dazu noch die "technischen" Anforderungen, sind schon eine Herausforderung.


Vier Hundeführer laufen gleichzeitig auf einem großen Platz ihre "Unterordnung". Der eine ist vielleicht beim reinrufen oder ruft laut Platz. Der eigene Hund darf sich nicht ablenken lassen und muss konzentriert seinem Hundeführer folgen. Man selber darf sich bei der Aufregung nicht verlaufen. Es gibt ein festgelegtes Schema das eingehalten werden muss. In der Nähe steht ein Bewerter und beobachtet einen mit Argusaugen. Es sind keine Hilfen erlaubt. Doppelkommandos kosten wertvolle Punkte. Leckerchen oder Spielzeug sind strengstens verboten und führen zur Disqualifikation.




Akela ist normalerweise eine feste "Bank" in der Unterordnung. Im Normalfall läuft sie freudig und sehr genau. Man kann sich auf sie verlassen.


Aber im Normalfall benimmt sich Sascha eben anders und mit anders kann ein Hund unter Stress gar nix anfangen. Der Hund wird dann unsicher und das führt dazu das wir unsicherer werden weil mir merken, es klappt nicht wie gewohnt. Wohlgemerkt, wir jammern hier auf hohem Niveau Kurzum die Unterordnung lief nicht hundertprozentig, andere fielen ganz durch und kamen so noch nicht mal in die Wertung.


ABER:




So sehen Gewinner aus und das waren die beiden. Platz 3 ein Treppchenplatz ein super Ergebnis.
ich bin wahnsinnig stolz und würde vielleicht doch noch mal gerne wieder mitmachen. Die Zeit war schön, trotz der Anstrengungen, aber ich glaube, ich lasse es doch und verfolge lieber Sascha und Akela


- Herzlichen Glückwunsch -