03.12.2013

Unsere Welpen sind gelandet




Das war eine Nacht :-)

Eigentlich begann die Nacht ja schon um 17:30 Uhr.
Loba machte deutlich klar: Frauchen es ist soweit !!!

Also ab ins Welpenzimmer, mal eben die Babys kommen lassen.
Nix da mal eben! Das wäre auch zu schön gewesen.
Nichts lief wie gewohnt. Loba lässt sich immer was Neues einfallen.

Normalerweise bekommt sie ihre Welpen recht einfach. Klar, Autogeburten waren auch schon mal dabei, lange Pausen, zwischen den Babys, bin ich ja auch schon gewöhnt, aber diesmal setzte sie noch einen oben drauf.

Ihre Wehen begannen, eine Welle nach der anderen war zu sehen, natürlich mit Pausen. Nix passierte. Kein Welpe in Sicht. Es tat sich rein gar nichts.
Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf und meine Gefühle spielten Achterbahn. Und wenn das der Fall ist, kenne ich die perfekte Nummer: KARIN
Schließlich war ihr Rüde an dieser Sache auch beteiligt.
30 Minuten später war sie da.

Dann endlich, war etwas zu sehen. Kein Kopf, sondern ein kräftiger Po. Ich vorne und Karin am anderen Ende des Hundes. Sie bekam dieses "dicke" Teil zu fassen und konnte Loba unterstützen.
Karin meinte nur "ist das ein Riese" und sie sollte Recht behalten.



Cesaro war endlich da. 660 Gramm und das mit dem Hintern voran - Nett war das nicht!




Ich war bedient. Hoffte aber darauf, dass er den Weg nun frei gemacht hat.

Pustekuchen. Warum einfach wenn es auch schwer gehen kann.

Die nächsten Wehen kündigten sich an. Welle für Welle und was passierte - na wieder nichts.
Nach einer gefühlten Ewigkeit, konnte Karin ein Köpfchen entdecken.
Ein Köpfchen, kein dickes Hinterteil !!
Die Hälfte vom Hund guckte schon mal raus - Luft bekam er auch, aber der Rest wollte lieber in Mama bleiben.
Schreien konnte er auch gut und Loba wollte nur noch an ihren Welpen. Ging aber nicht, es war ja nur ein halber Welpe da. Aber irgendwann muss man sich von Mama verabschieden.




Cartago 650 Gramm



Mittlerweile spürten wir unsere Knie und den Rücken.
Ich jammerte über diese Art der Geburt und Karin meinte nur ganz trocken:
"Ist alles im grünen Bereich!"
Grüner Bereich sieht bei mir aber anders aus, ganz anders.
Und noch kein Ende in Sicht. Sollte das so weiter gehen?

Dann ging es endlich weiter ... aber wie!
Loba musste sich wieder ordentlich anstrengen. Wollten ihre Kleinen nicht raus oder wollte sie sie behalten? Egal, sie sollten jetzt einfach mal den Ausgang finden. Es kam wie es kommen musste, Welle für Welle und "mühsam ernährt sich das Eichhörnchen" war ein Welpenhintern in Sicht.
Nicht gleich raus kommen wollen, erst mal stecken bleiben, das hatten wir schon.
Was sollte jetzt noch kommen?

Ach ja, da gibt es noch die Sache mit dem Mutterkuchen.
Welpe draußen, Mutterkuchen will nicht - mal was Neues.
Mit unendlicher Geduld gelang es Karin den Mutterkuchen aus dem Hund zu bekommen. Ich war froh, dass ich das vordere Ende vom Hund hatte.

Und was soll ich euch sagen. Wieder ein Rüde. Ich hatte Hündinnen bestellt!!




Chispero 620 Gramm



Ich hatte mich schon auf eine lange Nacht eingestellt.
Zum Glück wusste ich da noch nicht, wie lange sie noch werden würde.
Wie gewohnt. Schnell ging heute gar nichts.
Meine Kaffeemaschine hatte Hochkonjunktur.

Es begann wie gewohnt, die Wehen kamen und gingen und wir immer unter Anspannung.
Karin sollte ihren Einsatz schließlich nicht verpassen. Ihr Einsatz kam aber anders als erwartet. Immer wieder die Rute anheben, ob man was sieht. Wohl gemerkt, ich war am vorn und Karin am Ausgang. Es gibt dort auch noch andere Öffnungen. Jedenfalls hob Karin die Rute an und freute sich das ein Köpfchen zu sehen war. Dann passierte das, was keiner haben möchte, wenn man sich dort befindet wo sie war. Ein herzhafter Pups von Loba. Das Gesicht von ihr war ein Traum und ich hatte meinen Spaß.




Cha'ia das erste Mädchen 570 Gramm



Was hatten wir denn heute Abend bzw. Nacht noch nicht?
Wirkliches Warten. Loba beschloss zu schlafen, sie sah so friedlich aus.
Karin musste dann auch mal nach Hause. Ihre Hunde wollten auch versorgt werden.

Meine Tochter Cynthia musste dann Hilfestellung geben.
Aber erst mal hieß es, ausruhen und warten. Die Augen wurden schwerer und schwerer.
Loba nach draußen bringen, denn Bewegung schadet nie ... half aber nicht.

Ich hatte schon mit Geburten abgeschlossen, als sie es sich überlegte und weiter machen wollte. Nach fünf Stunden setzten noch einmal Wehen ein und alles lief wie vorher.
Nach einer weiteren Stunde konnte ich endlich ein Köpfchen erkennen.
Klar er steckte auch erst mal fest aber das konnte mich nicht mehr erschüttern.
Er machte tolle Geräusche und Loba sah gar nicht ein, das sie nicht hin durfte. Aber das hatten wir schon alles und es war natürlich ein Rüde. Was auch sonst.




Cajus 620 Gramm


Diese Geburt wie auch alle anderen Geburten, die ich mit Loba erleben durfte, waren nie gleich, noch nicht einmal ähnlich.

Ich war einfach nur glücklich, müde und uralt.

Vor allem möchte ich Karin danken, dass sie sich die Zeit genommen hat, um mir und Loba zu helfen :-)

In den nächsten Tagen werden weitere Fotos folgen.
Jetzt muss ich mich erst mal regenerieren und ich bin stolz auf mein Lupinchen. Das war harte Arbeit.

Grizzly und Loba haben ganze Arbeit geleistet. Die Welpen sind traumhaft schön.
Tolle Farben und besonders kräftig.